Film
Fürs Geld – Drei spektakuläre Kunstbetrüge
Am Beispiel von drei aufsehenerregenden Betrugsfällen zeigt die Dokumentation die Schattenseiten des modernen Kunstmarkts.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2024
- Datum:
- Verfügbar in
- D / CH / A
- Verfügbar bis:
- bis 29.03.2026
Seit der Jahrtausendwende hat sich das Top-End des internationalen Kunstmarkts zu einem Geschäft entwickelt, das Betrug und skrupelloser Manipulation Tor und Tür öffnet. Der Film taucht tief in eine Welt ein, in der Kunst ausschließlich als Kapitalanlage gehandelt wird. Ein System aus Täuschungen, Fake-Verkäufen und aufsehenerregenden Diebstählen macht die Abgründe der Kunstkriminalität sichtbar.
Millionenbetrug auf dem Kunstmarkt
Der Fall Inigo Philbrick handelt von einem smarten Kunsthändler mit ausgeprägtem Betrugstalent, der mit einem ausgeklügelten System Sammler weltweit täuschte und Investoren um Millionenbeträge erleichterte. Als der Richter ihn nach seinem Motiv fragt, lautet die simple Antwort: "For the Money" - fürs Geld. Die New Yorker Journalistin Eileen Kinsella recherchiert seit 2019 im Inigo-Philbrick-Fall und sagt: "Das Ausmaß des Betrugs ist atemberaubend."
Wenn Preise durch die Decke gehen
Der niederländische Kunstsammler Bert Kreuk ist Besitzer einer der umfangreichsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst und intimer Kenner der Mechanismen des Kunstmarkts. Kreuk zog gegen den gefeierten Künstler Danh Vo vor Gericht, weil er sich hintergangen fühlte. Den Prozess gewann er und kritisiert heute die Haltung vieler Galerien: Sobald jemand käme, der mehr zahle, würden Verabredungen nicht mehr eingehalten.
Ungewöhnliche Rückkehr eines Van Goghs
Im Fall eines gestohlenen Van-Gogh-Gemäldes machte der Kunstdetektiv Arthur Brand weltweit Schlagzeilen, weil er das Bild "Der Pfarrgarten in Nuenen im Frühling" mithilfe des ehemaligen Kunstdiebs Octave Durham wiederbeschaffen konnte. Brand hat schon viele gestohlene Kunstwerke zurückbringen können und sagt: "Warum stiehlt man ein Gemälde? Weil man denkt, dass man es verkaufen kann. Aber das ist Hollywood."
Die Dokumentation "Fürs Geld – For The Money" zeigt ein Konstrukt aus Jet-Set-Leben, Gier, Macht und fehlendem Schuldbewusstsein. Sie beleuchtet nicht nur die hohe Kunst der Beeinflussung und des Betrugs, sondern auch den finanziellen Wahnsinn, der den gegenwärtigen Kunstmarkt dominiert.